Kirchweihfest


… [Das] Kirchengebäude … ist nicht nur der notwendige Ort für Zusammenkünfte, sondern eine zeichenhafte Darstellung dessen, dass alle Gläubigen als Glieder des Leibes Christi unter ihrem Haupt zusammengehören.



Die Gläubigen bilden die aus lebendigen Steinen errichtete Kirche und sie versammeln sich in aus realen Steinen errichteten Gotteshäusern. Deshalb ist nicht nur die Weihe selbst, sondern auch das jährlich wiederkehrende Kirchweihfest (Kirmes) ein Hochfest ...

Schon der Anfang der Zeremonie bietet ein ungewöhnliches Element: Der Oberhirte nimmt zu Beginn "Besitz" von seiner neuen Kirche … Mit dem Stab zeichnet er ... ein Kreuz auf den Boden ...

… Nach dem Eintritt in die Kirche segnet der Bischof den Taufbrunnen und nimmt ihn damit in den Dienst ... Im anschließenden Wortgottesdienst werden die Gemeinde, der gesamte Bau und der Ambo, das Lesepult, gesegnet …

Die Gläubigen singen nach dem Glaubensbekenntnis die Allerheiligenlitanei. Nun soll nach Möglichkeit der Brauch, Reliquien eines Märtyrers unter die Altarmensa, die Tischplatte, zu setzen, stattfinden …

Im Anschluss wird der Altar mit Weihwasser besprengt und dann mit Chrisamöl gesalbt. Mit dem Öl werden an zwölf Stellen der Kirche die Wände gesalbt. Sie weisen darauf hin, dass die Kirche ein Abbild der heiligen Stadt Jerusalem ist. An allen Ecken des Altars wird nun Weihrauch entzündet, aber auch die Gemeinde und der Kirchenraum werden damit beräuchert. Das Weihrauchzeremoniell symbolisiert das vom Altar aufsteigende Opfer Christi, das mit den Gebeten der Gläubigen zu Gott emporsteigt.

Der Bischof spricht ein … spezielles Weihegebet. Es bringt zum Ausdruck, dass die Kirche für immer Gott geweiht wird und bittet ihn um seinen Segen. Der Altar wird nun gereinigt und mit Altartüchern und Kerzen bekleidet. Dann feiert die Gemeinde die erste Eucharistie …

Bevor das eucharistische Brot … in den Tabernakel gestellt wird, wird auch er gesegnet. Dann folgt der übliche Abschluss eines Gottesdienstes. Mit der Eucharistiefeier sind nun nicht nur die Herzen der Gläubigen geheiligt, sondern auch die Stätte ihrer Feier …