Kommunionhelfer

„Die Kirche, und jede einzelne Gemeinde in ihr, ist Gemeinschaft im Einsatz für das Evangelium. Wir tragen gemeinsam Verantwortung dafür, dass das Evangelium gelebt wird.“

Dieses Wort des Münsteraner Bischofs Reinhard Lettmann darf wohl auch als Einladung verstanden werden, als Kirche und Gemeinde das Evangelium gemeinsam zu bekennen und zu feiern.

Jeder Gottesdienst ist demnach immer eine Feier der ganzen Gemeinde und damit allen ihrer Glieder anvertraut. Dies zeigt sich insbesondere in einer möglichst weit aufgefächerten Verteilung der verschiedenen liturgischen Dienste.

So sagt das Zweite Vatikanische Konzil: „Bei den liturgischen Feiern soll jeder, sei er Liturge oder Gläubiger, in der Ausübung seiner Aufgaben nur das und all das tun, was ihm aus der Natur der Sache und gemäß den liturgischen Regeln zukommt.“

Es geht also bei den liturgischen Diensten weder um den Mangel an Priestern und Diakonen, noch darum, dass einer etwas darf und kann, was andere nicht dürfen und können; vielmehr soll sich das Volk Gottes in der Vielfalt seiner Dienste und Gaben feierlich erfahren und bekunden. Und je mehr Glieder einer Gemeinde dabei in je eigener Weise ihren Platz finden und ausfüllen, desto besser.

Kommunionhelfer als „außerordentliche Spender der heiligen Kommunion“, wie es im Kirchenrecht heißt, machen auf ihre Weise  deutlich, dass bei der Feier der Eucharistie alle zutiefst beteiligt sind; im Zusammenwirken mit Priester, Diakon und Gemeinde stehen sie beim Brotbrechen für Teilhaben, Teilen und Anteilgeben mit ein; durch ihr Mittun am Tisch des Herrn geben sie ein eigenes Glaubenszeugnis.

In unserer Gemeinde sind augenblicklich 32 Frauen und Männer als Kommunionhelfer tätig; nicht nur in den beiden Kirchen, sondern ebenso in Sankt Leonhard wie auch in Hospital, Krankenhaus und Kloster mit ihren Kapellen, Wohnbereichen und Pflegegruppen; darüber hinaus in vielen Häusern der Stadt bei der Feier der Krankenkommunion an Fronleichnam und jedem Herz-Jesu-Freitag.

So ist der Dienst der Kommunionhelfer tatsächlich eine Möglichkeit mehr, sich ganz persönlich für das Evangelium einzusetzen und mit dazu beizutragen, dass die gemeinsame Verantwortung als Kirche und Gemeinde von möglichst vielen ebenso gelebt, wie bezeugt und gefeiert wird!