Lektoren

 

In seinem Brief an die Römer schreibt der Apostel Paulus: „So gründet der Glaube in der Botschaft, die Botschaft im Wort Christi.“ Anders ausgedrückt: Der Glaube kommt vom Hören.

Von daher ist den Schriftlesungen eine besondere Bedeutung zugeordnet, und in den gottesdienstlichen Feiern gerade auch dem Dienst der Lektoren. Diese lassen Gott zu Wort kommen, leihen dem ihre Stimme, der zwar nicht sichtbar, aber doch inmitten der Gemeinde anwesend ist.

Sie haben Gott Raum zu geben, damit dessen Wort wirksam werden kann. Das ist die vornehmste Aufgabe der Lektoren; eine Aufgabe, die  ihnen auch dann vorbehalten bleibt, wenn Priester und Diakon mitfeiern – so die pastorale Einführung zum Messlektionar.

Ein heiliger Dienst. Und wo Gott spricht, da ist ein heiliger Ort. Das Zweite Vatikanische Konzil spricht ausdrücklich von zwei Tischen, dem Tisch des Wortes und dem Tisch des Mahles. Neben dem Altar hebt es den Ambo in besonderer Weise hervor und wertet ihn auf.

„Weil der Ambo der Ort ist“, so wieder die pastorale Einführung zum Messlektionar, „von dem aus das Wort Gottes verkündet wird, muss er von seinem Wesen her den Lesungen, dem Antwortpsalm und dem österlichen Exsultet vorbehalten bleiben. Jedoch können auch die Homilie und das Allgemeine Gebet aufgrund ihres inneren Zusammenhangs mit dem ganzen Wortgottesdienst vom Ambo aus vorgetragen werden.“

In unserer Gemeinde mit ihren Kirchen und Kapellen nehmen augenblicklich 18 Frauen und Männer den Lektorendienst wahr; ein Dienst, der auch den Vortrag der einzelnen Bitten beim Allgemeinen Gebet, dem Fürbittgebet, kennt; ein Dienst, der mit dazu beiträgt, dass Liturgie bleibt, was sie sein soll: lebendige Feier der ganzen Gemeinde!