10 Jahre „Laudato si‘“ – Schöpfung bewahren
Viele von uns halten vatikanische Texte für kompliziert. Doch mit Laudato si‘ ist es anders: die Sprache dieser Enzyklika lässt bestimmt auch Sie nicht mehr los. Papst Franziskus richtet sein vor zehn Jahren veröffentlichtes Schreiben Über die Sorge für das gemeinsame Haus an „jeden Menschen, der auf diesem Planeten wohnt“.
Was sagt uns Laudato si‘ ? Das Bild vom „gemeinsamen Haus“ ist kraftvoll und eindeutig: Wir leben unter einem Dach, sind aufeinander angewiesen und das Handeln des Einzelnen betrifft uns alle. Franziskus ruft zur ökologischen Umkehr auf und erkennt, wie schwer wir uns damit tun.
Was ist nach Laudato si‘ passiert? Die Enzyklika stieß 2015 – zeitgleich zur UN-Klimakonferenz erschienen – auf große Resonanz. Im selben Jahr veröffentlichte die Deutsche Bischofskonferenz erstmals einen Klima- und Umweltschutzbericht der (Erz-)Bistümer. Auch in unserer Diözese ist die Bewahrung der Schöpfung ein zentrales Anliegen – etwa durch die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts (https://schoepfung-bewahren.drs.de). Dennoch: eine Vorreiterrolle nimmt die katholische Kirche in Deutschland bislang nicht ein.
Und heute? Leider schleicht sich das Gefühl ein, dass Laudato si‘ nicht ernst genug genommen wird. In Laudate Deum schreibt Franziskus 2023: „Mit der Zeit wird mir klar, dass wir nicht genügend reagieren, während die Welt, die uns umgibt, zerbröckelt.“ Ist es bereits zu spät?
Was tun? Resignieren und verzweifeln? Wir vom Umweltausschuss sind der Meinung, dass das nicht der Weg sein kann. Sondern genau zu schauen, was wir als Gemeinde und als einzelne Christen tun können.
Zum 10-jährigen Jubiläum von Laudato si‘ laden wir herzlich ein, das Schreiben zu lesen, ins Gespräch zu kommen und Impulse zu erhalten: am Mittwoch, dem 3. Dezember, um 19.00 Uhr im Gemeindehaus.
Fabian Buck


