Lichtsignale: Fastenzeit

Eine Fußgängerampel. Außer Betrieb. Zwei Lichter mit Kunststoff abgedeckt, das dritte fehlt.

Für mich ein Symbolbild für die Fastenzeit, eine Fastenampel, wenn Sie möchten. Eine Fastenampel, die weit über die Fastenzeit hinausreicht:

Wenn es kein Rot und kein Gelb gibt, dann kann es auch kein Grün geben. Wenn es im Leben keine Grenzen gibt, dann kann es auch kein Vorwärts, kein Weiter geben. 

Und wenn es kein Innehalten gibt, keine Zeit fürs Nachdenken (Gelb), dann kann es auch keinen sicheren Zukunftsweg geben. Gelb ist ja nicht die Aufforderung, noch mal Gas zu geben, sondern die Ansage, vom Gas runterzugehen.

Es gibt – glaube ich – viele Lebensbereiche, in denen die Beachtung der Fastenampel für einen sicheren Lebensweg eine große Hilfe ist. Im Bereich der eigenen Gesundheit, beim Umweltschutz, im Miteinander und auch in der Beziehung zu Gott.

Ich brauche Grenzen zu meinem Glück. Ich brauche rote Ampeln. Und weil ich mir manche Grenze nicht selbst setze – sei es aus Unkenntnis, aus Bequemlichkeit oder warum auch immer –, ist es gut, dass Gott Grenzen setzt.

Und die Fastenzeit ist quasi die Gelbphase im Kirchenjahr: Runter vom Gas, schauen, welche Gefährdungen es gibt, innehalten, bevor es weitergeht. (Michael Tillmann)

Lichtsignale, Grenzen zu achten und innezuhalten:

  • die Feier der Umkehr und der Versöhnung im Bußsakrament und in der Bußandacht
     
  • das Sieben-Schmerzen-Fest am Freitag in der Passionswoche um 18.00 Uhr in Sankt Peter und Paul
     
  • die Kreuzwegandacht jeweils um 18.00 Uhr am zweiten Fastensonntag in der Marienkirche und am fünften Fastensonntag in Sankt Peter und Paul
     
  • die Vesper am Freitag vor dem ersten bis vierten Fastensonntag um 18.00 Uhr in Sankt Peter und Paul


Alexander Hermann