Aktuelle Hinweise in der „Corona“-Krise

Liebe Gemeinde!

Zu früh, zu spät, zu wenig, zu viel. Die einen so, die anderen so. Wer weiß was, und wer weiß es besser. Und wir sehen Immanuel Kant milde lächeln, der einmal sagte: „Die Notwendigkeit, zu entscheiden, reicht weiter als die Möglichkeit, zu erkennen.“

Der Weg aus der „Corona“-Zeit heraus ist also mindestens so schwierig, wie der Weg in die „Corona“-Zeit hinein, vielleicht sogar noch schwieriger, ganz gewiss aber länger.

Solchermaßen unterwegs sind wir auch in den Kirchengemeinden unserer Seelsorgeeinheit. Und zuletzt haben wir uns darüber verständigt, wie wir damit umgehen, dass öffentliche Gottesdienste nun wieder möglich sind – wenn auch unter bestimmten Voraussetzungen und mit verschiedenen Einschränkungen.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass die Liveübertragung der Gottesdienste in Sankt Leonhard bis auf weiteres fortgeführt wird, ebenso die Unterstützung, allein oder mit den Mitbewohnern das Hausgebet zu pflegen. Beide Formen können sich auch ergänzen und sind in Zeiten von „Corona“ jede für sich eine vollwertige Möglichkeit, den Sonntag und die kirchlichen Feiertage zu begehen.

Nun gesellt sich erfreulicherweise eine dritte Möglichkeit hinzu, die uns natürlich wohlbekannt ist und auf die wir zuletzt schmerzlich verzichten mussten: der öffentliche Gottesdienst im Hause Gottes.

Allerdings: es wird ein Gottesdienst in „Corona“-Zeiten sein. Unter Bedingungen, die immer noch einer weltweiten Bedrohung von Leib und Leben geschuldet sind. Vergessen wir das nicht!

Wie aber gestalten sich nun die ersten Schritte?

Hier das Wichtigste in Kürze:

  • Ab dem 16. Mai finden in der Marienkirche an Sonn- und Feiertagen drei Messfeiern statt: am Vorabend um 18.30 Uhr sowie am Morgen um 8.30 Uhr und um 11.00 Uhr.
    Die Marienkirche bietet von allen Kirchen in der Seelsorgeeinheit die besten Voraussetzungen, die hygienischen Vorgaben zu erfüllen.
     
  • In der Marienkirche sind insgesamt 26 Positionen ausgewiesen, die entweder durch Einzelne oder Paare (Position „E/P“) oder durch Familien (Position „F“) belegt werden können.
    Jedem Ort der Seelsorgeeinheit ist entsprechend seiner Größe ein festes Kontingent an Positionen zugeordnet. Für Laupheim sind pro Gottesdienst insgesamt 18 Positionen vorgesehen: neun Positionen für Einzelne oder Paare sowie neun Positionen für Familien.
     
  • Die Belegung erfolgt über eine unverzichtbare Anmeldung im jeweils zuständigen Pfarrbüro. Ausschließlich telefonisch zu den üblichen Dienstzeiten. In Laupheim für die Sonntagsgottesdienste donnerstags von 8.30 bis 11.30 Uhr sowie von 14.00 bis 17.00 Uhr (an Christi Himmelfahrt und an Fronleichnam am Mittwoch davor) und freitags von 8.30 bis 11.30 Uhr, für die Gottesdienste an Christi Himmelfahrt und an Fronleichnam montags von 8.30 bis 11.30 Uhr sowie 14.00 bis 17.00 Uhr und dienstags von 8.30 bis 11.30 Uhr.
     
  • Unter Berücksichtigung der augenblicklich besonderen hygienischen Herausforderung bei einer Kommunionspendung und in Verbundenheit mit allen, die in diesen Tagen die Kommunion nicht empfangen, weil sie im Zusammenhang mit „Corona“ gesundheitlich besonders gefährdet oder gar erkrankt sind, weil sie im Krankenhaus oder im Pflegeheim keinen Gottesdienst besuchen können, weil sie die Liveübertragung verfolgen oder das Hausgebet pflegen, wird die Kommunion zunächst nicht ausgeteilt, wohl aber das Allerheiligste ausgesetzt.
     
  • Bitte bringen Sie, bringt nach Möglichkeit Ihr, Euer eigenes Gotteslob mit, auch wenn auf das gemeinsame Singen leider verzichtet werden muss.
     
  • Wir empfehlen eine Mund-und-Nasen-Bedeckung und weisen darauf hin, dass Ansammlungen an den Ein- und Ausgängen sowie auf dem Kirchplatz zu vermeiden sind.
     
  • Wer mit „Corona“ infiziert ist oder den Verdacht hegt, darf nicht teilnehmen; wer gesundheitlich besonders gefährdet ist, sollte nicht teilnehmen. Die Sonntagspflicht ist weiterhin ausgesetzt.

Zuletzt noch zwei Hinweise zu Taufen, Trauungen und Beisetzungen in unserer Seelsorgeeinheit: Taufen und Trauungen werden zumindest bis zum 14. Juni zurückgestellt. Beisetzungen finden zunächst weiter ohne Requiem und unter freiem Himmel statt.

Liebe Gemeinde, zu früh, zu spät, zu wenig, zu viel … Wir werden sehen, wann welche weiteren Schritte den ersten folgen können. Aber die ersten Schritte sind getan, und das große Ziel ist klar. Hoffen wir das Beste, und tun wir, was nötig ist. Mit Ruhe und Bedacht!

Ihr, Euer

Alexander Hermann
Pfarrer