Fastenzeit 2019: Mut zur Gastfreundschaft

Von einer Gastfreundschaft der besonderen Art spricht der persische Mystiker Dschalāl ad-Dīn Muhammad ar-Rūmī, kurz Rumi genannt:

„Dein Leben ist ein Gasthaus. / Täglich neue Besucher. / Unerwartet treten sie ein: / Die Freude, die Schwermut, / So viele Gefühle.

Lass sie willkommen sein, / Und bewirte sie alle. / Selbst eine Horde Sorgen, / die alles hinwegfegt, – / Jeder sei dein Gast.

Vielleicht wird er dir bringen, / Was dir noch fehlt?

Dunkle Gedanken, / Scham, Bosheit – / Empfange sie lachend / Und bitte sie herein.

Sei dankbar für jeden, / der kommt, – / er ist dir von oben gesandt.“

Vielleicht können uns diese Gedanken dazu ermutigen, dem Gefühlsleben mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Gefühle nicht zu verdrängen, sondern zuzulassen. Mit den anderen und mir selbst gefühlvoll umzugehen.

Die Wochen der Fastenzeit sind sicherlich eine gute Gelegenheit, das Gespür für Gefühle zu vertiefen.

Und auch hier haben Gefühle ihren guten Platz:

  • Feier der Umkehr und der Versöhnung im Bußsakrament und in der Bußandacht
  • Kreuzwegandacht jeweils um 18.00 Uhr am ersten Fastensonntag in der Marienkirche und am zweiten Fastensonntag in Sankt Peter und Paul sowie um 19.00 Uhr bei Sankt Leonhard
  • Sieben-Schmerzen-Fest am Freitag in der Passionswoche um 19.00 Uhr in Sankt Peter und Paul
  • Vesper freitags um 18.00 Uhr in Sankt Peter und Paul – außer in der Passions- und Karwoche