Liebe Gemeinde!

Die Turmuhr von Sankt Peter und Paul schlägt, und sie kündigt schwere Zeiten an.

Wir alle wissen mittlerweile darum.

Heute haben wir im Pastoralteam der Seelsorgeeinheit die Eucharistie gefeiert, mit Ihnen und Euch verbunden, stellvertretend für Sie und Euch. Daran möchten wir zunächst täglich festhalten, und wir vertrauen darauf, dass Ihre und Eure Gebete uns begleiten.

In der Lesung hieß es: „… achte gut auf dich! Vergiss nicht die Ereignisse, die du mit eigenen Augen gesehen, und die Worte, die du gehört hast!“ (Dtn 4,9)

Wenn in diesen Tagen so vieles von dem, was unserem Glauben Kraft und unserem Leben Halt gibt, zunehmend mehr in die Ferne rückt und unsichtbar zu werden droht, dann kann uns dieser Vers eine große Hilfe und Ermutigung sein:

Gehen wir aufmerksam und liebevoll mit den anderen und uns selbst um! Vertrauen wir auf Gottes Weisheit und Güte! Denken wir an die vielen Gottesdienste und Veranstaltungen im Jahreskreis unserer Kirchengemeinde, und lassen wir ihre schönen Bilder und Klänge in uns aufsteigen!

Das wird uns trösten. Und wir dürfen ahnen, ja irgendwann wissen: Alles wird wiederkehren – neu und frisch!

Doch wie lange müssen warten? Wie lange wird es dauern?

Nun, wenn es tatsächlich so ist, dass die Zeit, die uns von dem wegführt, was uns lieb und teuer ist, dorthin auch wieder zurückführen wird, dann sind wir gut beraten, alles dafür zu tun und zu lassen, dass uns die Zeit möglichst bald nicht mehr weiter wegführt, sondern immer mehr zurück – allerdings mit einem neuen, klaren Sinn!

Tun und lassen wir also alles dafür, dass die Zeit nicht gegen uns arbeitet, sondern für uns!

Als Pastoralteam möchten wir diese Verantwortung mit Ihnen und Euch teilen und zwischen Tun und Lassen sorgfältig abwägen. Was immer hier möglich ist, versuchen wir. Für Fragen und Anregungen sind wir dankbar. Melden Sie sich, meldet Euch bitte. Halten wir die Verbindung!

Auch Herr Diesch und Frau Graf, die Gewählten Vorsitzenden des Kirchengemeinderates, sind selbstverständlich gerne für Sie, für Euch da. Und nicht zuletzt Herr Moll in der Kirchen- und Hospitalpflege sowie Frau Gründler und Frau Rehberger im Pfarrbüro.

Passen Sie gut auf sich auf! Und Ihr auf Euch! Wir sehen uns – wieder!

Ihr, Euer Alexander Hermann, Pfarrer