Maria in „Corona“-Zeiten

Die schönsten Marienbilder in unserer Kirchengemeinde finden wir nicht in der Marienkirche, auch nicht in Sankt Peter und Paul, sondern – in Sankt Leonhard.

Aus gutem Grund, denn dieses Gotteshaus wurde nicht nur zu Ehren des heiligen Leonhard errichtet, sondern auch zu Ehren der heiligen Barbara und des heiligen Mönchsvaters Antonius, vor allem aber zu Ehren der Gottesmutter Maria.

So kam es, dass vor fast 300 Jahren ein uns unbekannter Künstler den Auftrag bekam, an der Decke von Sankt Leonhard Szenen aus dem Leben Mariens anzubringen. Sie reichen von der Geburt Mariens mit Hinweis auf ihre unbefleckte Empfängnis bis hin zum Tod Mariens und ihre Aufnahme in den Himmel. Ergänzt werden die Bilder mit Motiven aus der Lauretanischen Litanei.

Zwei der Motive können uns in diesen Tagen besonders ansprechen: „Maria, du Trösterin der Betrübten“ – „Maria, du Hilfe der Kranken“.

Daran wird vermutlich auch der kommende Mai nicht viel ändern, und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass wir auf die gemeindlichen Andachten an den Bildstöcken und in den Kirchen verzichten müssen. Leider!

Doch nichts spricht dagegen, allein, mit dem Partner oder einer Begleitperson, als Familie oder Wohngemeinschaft einen Bildstock aufzusuchen und dort eine kleine Andacht zu halten. Anregungen dazu finden sich beispielsweise im Gotteslob unter der Nummer 932.

Und zumindest am ersten Mai besteht die Möglichkeit, eine gemeindliche Andacht mitzufeiern: sie wird um 19.00 Uhr aus Sankt Leonhard live übertragen!

Wer nun aber die Marienbilder in Sankt Leonhard betrachten möchte, muss sich noch in Geduld üben. Denn solange die Gottesdienste dort übertragen werden, kann die Kirche zum Schutz der dazu aufgebauten Technik nicht besucht werden.

Alexander Hermann